Historie

Seit dem 16ten Jahrhundert wird der Presa Canario in Dokumenten über die kanarischen Inseln erwähnt. In den Rathaus Vereinbarungen von Teneriffa, Betancurtia ( Fuerteventura ) und in den Ordenanzen von Teneriffa spricht man von Perros de Presa. Es wird angenommen, dass die Conquistadores und spanischen Kolonisten ihn auf die spanischen Inseln eingeführt haben. Auf Grund der Isolation ist dieser Hund über die Jahrhunderte eine eigenständige Rasse geworden. Einwanderer, vor allem aus England, brachten Mastiffs, Bulldogen und Bull, sowie Terrier Rassen auf die Inseln. Diese wurden mit den einheimischen Perro de Ganado Majorero sowie mit dem Perro de la Tierra gekreuzt ( erster aus Fuerteventura, letzterer aus Gran Canaria und mittlerweile Ausgestorben ). Auch Einflüsse des damaligen Perro de Pelea Cordobes ( mittlerweile Ausgestorben ) gelten als erwiesen. Auf diese Weise entstand auf den kanarischen Inseln die Rasse mit bestimmter morphologischer Qualität. Diesbezüglich kann man den Presa Canario heute auch in diverse Typen, Linien und Einschläge unterteilen. Wie den Bulldogtyp, die Linea majorera, sowie den Mastin español Einschlag etc. etc... Der genetische Code des Perro de Presa Canario, klärt sich durch die Einkreuzung des Perro de Ganado Majorero und des Perro de la Tierra. Diese prägten die Charakteristik der Rasse. Sein Temperament und seine hervorragende Tauglichkeit als Wachhund benutzten die Bauern seit jeher zur Bewachung ihrer Höfe und zur Hetzung, sowie zum Schutz ihrer Viehherden (Metzgerhund). Große Tradition hatte auch der Hundekampf, für den sich der Presa Canario durch seine Schnelligkeit, seinen Mut und seine unglaubliche Hartnäckigkeit besonders gut eignete. Trotz des Verbotes, finden auch heute noch vereinzelt, vor allem im ländlichen Bereich und in den Bergregionen der Inselgruppen, traditionelle Hundekämpfe statt. Nach dem Verbot der Hundekämpfe, ging die Population immer mehr und mehr zurück. Fast schien der Perro de Presa Canario um 1960 ausgestorben. Ab 1970 stieg das Interesse des kanarischen Erbes wieder. In dieser Zeit wurde das äußerst notwendige Programm über den Zuchtfall und die Verbesserung der Rasse entwickelt, um die genetische Stabilität des Perro de Presa Canario zu sichern. Durch stufenweiser Kreuzung mit importierten Rassen wie z.B. Bullmastiff, Mastiff, Bulldogge, Bull und Terrier Rassen, Mastin español ( Spanischer Mastin ), mit dem einheimischen Hirtenhund, Perro de Ganado Majorero ( der Perro de la Tierra ist zu diesem Zeitpunkt komplett ausgestorben ) endstand der neue „Perro de Presa Canario“. Im Jahre 1982 entstand dann der Club Perro de Presa Canario. Somit galt auch der Bestand der Rasse wieder als gesichert. Der Perro de Presa Canario ist ein außergewöhnlich stark aussehender Hund mit einem strengen Blick. Er hat einen festen Charakter und ein sehr tiefes Gebell, welches ihn bestens für Wach- und Verteidigungsaufgaben eignet. Der Presa Canario ist fügsam, zärtlich und liebevoll gegenüber der Familie und Bekannten, ist aber Fremden gegenüber misstrauisch bis agressiv. Als Wachhunderasse mit der Fähigkeit einen Mann zu halten, gibt es keinen Hund der leistungsfähiger ist als der kanarische Hund. Er ist ein unglaublich kräftiges und furchtloses Tier, mit einer Anhänglichkeit zur Familie, zudem ist er sehr kinderlieb. Der Hund, der immer bei seinem Herrn bleibt kennt keine Fälle von Ausreißern. Der Presa Canrio hat einen natürlichen Schützerinstinkt und jeder, der als bedrohlich für Haus- oder Familie gilt wird bedenkenlos angegriffen.